Besetzung des Ruhrgebietes


Reparationslieferungen:

132 Milliarden Goldmark in 66 Jahresraten zu entrichten
August 1922 verzicht auf Geldleistungen, aufgrund schlechter finanzieller Lage DE
Erhöhung der Güterlieferungen (Holz, Kohle)


Besetzung des Ruhrgebietes:
Ende 1922 konnte Deutschland nicht liefern
-> Frankreich sieht einen Vertragsbruch, da es selbst durch den Krieg dicke Rote
Zahlen schrieb.

Daraufhin wurde das Ruhrgebiet ab dem 11.1.1923 von französischen und belgischen Truppen (60 000 Soldaten) besetzt.


Passiver Widerstand:

Der Einmarsch der Franzosen löste deutschlandweit Entrüstung aus. Selbst die Deutsche Regierung unter Wilhelm Cuno protestierte dagegen und stellte sowohlbiiiiiiild.jpg Reparationszahlungen als auch Reparationslieferungen ein. Die Folge war der Aufruf zum passiven Widerstand.

Den Beamten wurde untersagt, den Befehlen der Franzosen zu folgen; die Bevölkerung verweigerte die Zusammenarbeit mit der Besatzungsmacht.


Belagerungszustand:

Als Strafe dafür verhängte der französische Ministerpräsident Poincaré den Belagerungszustand. Dazu kam, dass Bergwerke und Fabriken stillgelegt und geschlossen wurden, öffentliche Gelder und Firmenkassen wurden beschlagnahmt und ca. 150.000 Menschen („Staatsdiener“) wurden ausgewiesen; Ministern wurde die Einreise untersagt.


Ruhrkampf :

Auf beiden Seiten kam es ebenfalls zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Gegen den Willen der Regierung wurden von deutscher Seite Sabotage- und Sprengstoffanschläge auf Verkehrswege und Transport-mittel verübt, um den Abtransport von Gütern zu verhindern. Französische Soldaten erschossen in Essen 13 streikende Arbeiter und in Dortmund 7 Männer, die eine verhängte Ausgangssperre überschritten hatten.
Der Ruhrkampf forderte insgesamt 137Menschenleben, der wirtschaftliche Schaden belief sich auf 3,5 bis 4 Milliarden Goldmark.



Aufgabe des Widerstandes:

Die deutsche Wirtschaft, die durch die Geldinflation angeschlagen war, konnte die Kosten der rasenden Inflation nicht mehr verkraften. Deshalb hat die neue Regierung mit Gustav Stresemann beschlossen, den Widerstand dagegen aus finanziellen Gründen am 26 September 1923 aufzugeben. Bei der Bevölkerung hinterließen die Auseinandersetzungen betroffene Gebiete und einen gesteigerten Hass auf die Franzosen.

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Plakataktion gegen die Besatzung
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Plakataktion gegen die Besatzung
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Plakataktion gegen die Besatzung.













Quelle: