Die Demokratie war desweiteren ein anderer Grund wie es zum Scheitern der Weimarer Republik kam, da beinahe die ganze Bevölkerung nach dem 1. Weltkrieg ihr skeptisch gegenüberstand und sich eher die alte Ordnung wieder wünschte.
Die Demokratie

Definition: Demokratie kommt aus dem griechischen (demos- "Volk" und kratien- "herrschen") und bedeutet "Herrschaft des Volkes". Die antiken Demokratien in Athen und Rom stellen die Vorläufer der "modernen Demokratie" dar und bezeichnen die Reaktion auf ein zu starkes Macht-ergreifen eines alleinigen Herrschers. Doch erst die Philosophen zur Zeit der Aufklärung (17./18. Jahrhundert) entdeckten und bestimmten die wesentlichen Grundelemente einer "modernen Demokratie".

Grundelemente


Jeder Staat, der eine "moderne Demokratie" betreibt, muss einige grundlegende Voraussetzungen erfüllen,
die nicht nur in der Verfassung stehen, sondern auch von allen Politikernund staatlichen Behörden umgesetzt werden müssen.
Diese Grundelemente sind:
  • Garantie der Grundrechte eines Jeden in staatlicher, gesellschaftlicher und bürgerlicher Hinsicht
  • Gewaltenteilung: Exekutive (Regierung); Legislative (Parlament); Judikative (Gericht)
  • Allgemeines und gleichberechtigtes Wahlrecht
  • Meinungs-,Presse- und Rundfunkfreiheit
  • Vereinsfreiheit, Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit




Demokratie in der Weimarer Republik

maerz1848.jpg
Rückblick:Das Gemälde zeigt den Jubel der Deutschen nach der Revolution (1848). Sie haben sie (Demokratie) bekommen und wollen sie auch. Anders in der Weimarer Republik nach dem 1. Weltkrieg.

Nach dem 1. Weltkrieg kam die Abdankung des Kaiser Wilhelm II. und somit wurde das Ende des deutschen Kaiserreichs von da an entsprach. Dies hat keine Revolution bewirkt, sondern eher die Ansprüche der Kriegsgegner verlangten dies.besiegelt. Zugleich hatte man die gesamten Regierungsgeschäfte der SPD, der stärksten Partei im Reichstag, übertragen; was natürlich zur Folge hatte, dass die Weimarer Republik einer demokratischen Staatsform entsprechen würde. Mit der Niederlage des Krieges und den daraus folgenden Konsequenzen (Versailler Vertrag, Dolchstoßlegende etc.) haben sich die Sozialdemokraten jedoch einen schlechten Ruf gemacht.
Die "Demokratie ohne Demokraten" war geschaffen, denn zum einen wünschte sich das Volk die alte Ordnung wieder und zum anderen saßen in entscheidenden Führungskräften wie Verwaltung, Militär usw. Konservative oder Nationalsozialisten. Zudem kam noch, dass sich die Kommunisten von den Sozialdemokraten verraten fühlten und agitierten; hingegen wollte die SPD auch nichts mit den anderen Parteien, die andere politische Sichtweisen verfolgten, zu tun haben.

Als dann 1925 Paul von Hindenburg zum Reichspräsidenten gewählt wird und dieser mit der Ernennung Brünings zum
Reichskanzler auch noch den Bruch der Großen Koalition auslöst, werden die Präsidialkabinette errichtet, die schließlich zum Scheitern des Aufbaus einer demokratischen Staatsform und einer regelrechten Stagnation führten.Kommunisten zu tun haben oder mit Parteien, die andere Meinungen zur Politik vertraten.Politische Kräfte von rechts und links wollten die junge Republik wieder abschaffen und die Bevölkerung verlangte später auch nach einer neuen "starken Hand" in Form eines Reichspräsidenten.


Quellen
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