Der Hitlerputsch:


Der Hitlerputsch war von entscheidender Wichtigkeit für das Scheitern der Weimarer Republik, denn von da an wurde Hitler erst recht im Raum von Bayern und darüber hinaus bekannt. Außerdem hatte er während der Festungshaft genug Zeit über seine Pläne nachzudenken. Hitler überzeugte auch hier schon die Richter und somit fing er auch langsam an immer mehr Bürger für sich zu gewinnen. Außerdem hat es die Regierung versäumt ihre Feinde zu bestrafen.

Worterklärung:

Putsch ist schweizerisch und heißt Stoß. Als Putsch wird der plötzliche Aufstand gegen die Regierung bezeichnet. Außerdem heißt Putsch Umsturz und Umsturzversuch.

Chronologie:

8. November 1923:
  • Kampfverbände der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei stürmen in München eine Versammlung der Landesregierung. Der Führer der NSDAP, Adolf Hitler, erklärt die Reichsregierung für abgesetzt und kündigt die Gründung einer "provisorischen deutschen Nationalregierung" an.
  • Der Reichspräsident (Ebert) fordert die Reichswehr auf, einzugreifen. Diese weigert sich allerdings.
  • Hitler wird von seinen Verbündeten in der bayerischen Landesregierung im Stich gelassen -> Der Putsch bricht zusammen.

9. November:
  • Die Landespolizei will einen Marsch der Putschisten aufhalten. Es kommt zu einem Schusswechsel bei welchem vier Polizisten und 13 Teilnehmer des Marsches getötet werden.
  • Die Anführer werden verhaftet und die NSDAP wird verboten. Hitler muss als Schutzhäftling auf seinen Prozess warten, welche am 26. Februar 1924 beginnt.


Am 1.April 1924 werden Hitler und 3 Mitstreiter zu 5 Jahren Festungshaft verurteilt. 5 andere werden jedoch nach einem Freispruch sofort freigelassen. Obwohl es einen Schusswechsel zwischen Hitler und einigen Polizeibeamten gab, wurde dieses Ereignis mangels an Beweisen nicht bestraft. Die Angeklagten dürfen sogar noch Reden halten. Obwohl Hitler und seine Mitstreiter die Regierung beleidigen, werden sie von dem Publikum im Gerichtssaal mit tosendem Beifall gefeiert. Selbst die Richter fühlten sich nicht von diesen verbalen Beleidigungen gestört und unterbrechen deshalb den Beifall nicht.
Da Journalisten von diesem Prozess berichten, machen sie Hitler über den Raum von Bayern bekannt. Von seinen 5 Jahren Festungshaft sitzt Hitler nur 9 MONATE ab. Die Begründung: 'gute Führung'.
Hitler hat versucht, mit Gewalt an Macht zu kommen, wie man an dem Mord an den Polizisten sehen kann, doch während seines 'Urlaubs' ist er auf den sogenannten Legalitätskurs gekommen. Nun will er auf 'friedliche und legale' Weise an die Macht kommen. Dazu nutzte er klug die Propaganden und die Agitationen.

Taten der Angeklagten
Strafen der Täter
Hochverrat
Freispruch der Nebtentäter
Mord an Polizisten
'Urlaub' für Haupttäter
Bedrohun

Festungshaft
Auszug aus der Urteilsbegründung des Gerichts vom 1. April 1924:
"Das Gericht ist zu der Überzeugung gelangt, dass die Angeklagten bei ihrem Tun von rein vaterländischem Geiste und dem edelsten selbstlosen Willen geleitet waren. Alle Angeklagten [...] glaubten nach bestem Willen und Gewissen, dass sie zur Rettung des Vaterlandes handeln müssten und dass sie zur Rettung des Vaterlandes handeln müssten und dass die dasselbe täten, was kurz zuvor noch die Absicht der leitenden bayerischen Männer war. Das rechtfertigt ihr Vorhaben nicht, aber es gibt den Schlüssel zum Verständnis ihres Tuns."
(Zit. nach: O. Gritschneder, a.a.O., S.92)

Quellen:

http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/gewalt/hitler/index.html
"Zeiten und Menschen 4", Schöningh
Jugendlexikon: Politik, Hilde Kammer/Elisabeth Bartsch