Festungshaft

Festungshaft:

Die Festungshaft wurde nach dem ersten Weltkrieg eingeführt.
Sie war in Deutschland bis 1945 eine besondere Form der Freiheitsstrafe. Sie wurde auch als Ehrenhaft bezeichnet und war eine sogenannte custodia honesta (lat.: „nicht entehrende Strafe“) ohne Arbeitszwang und wurde meist wegen politischen Straftaten oder gegen Angehörige höherer Stände verhängt.
Die Festungshaft wurde gegen Offiziere eingesetzt, die dadurch ihr halbes Gehalt verloren.
Die Strafe mussten die Verhafteten in Festungen absitzen, dabei wurden sie in ihrer Lebensweise kontrolliert .
Die Strafen unterscheiden sich von der zeitigen und der lebenslänglichen.

Zeitig: der Mindestbetrag war 1 Tag und der Höchstbetrag 15 Jahre

Lebenslänglich: wie der Begriff schon sagt, lebenslängliche Absitzung

Nach dem Hitlerputsch musste Hitler für 5 Jahre in die Festungshaft, er wurde jedoch schon nach neun Monaten aufgrund "guter Führung" entlassen. In seiner "Zelle" war unter anderem sein späterer Stellvertreter Rudolf Heß.


Doch was auf den ersten Blick hart scheint, ist in Wahrheit ein wahrer 'Urlaub' für Hitler. Da er ein Rechtsextremist ist, fällt die Strafe um einiges milder aus. Doch das ist kein Einzelfall. Im Vergleich zu den Straftaten zu den Menschen die links orientiert sind, sind die Straftaten der Rechtsextremisten um eigenes härter und genau diese Straftaten werden von den Richtern (fast) nicht bestraft. Deswegen war die Festungshaft für viele Gefangene wie ein zweiter 'Urlaub'. Denn die Richter waren zu dieser Zeit selbst nationalistisch und antidemokratisch eingestellt.

Quellen:
http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=105630
http://de.wikipedia.org/wiki/Festungshaft