Dieser Artikel steht im Zusammenhang mit der Regierungsstruktur der Weimarer Republik, denn in der Weimarer Republik gab es ein destruktives Misstrauensvotum, das dazu beitrug, dass die Weimarer Republik in ihrer eigentlichen Form nicht mehr existierte/verändert wurde.


Misstrauensvotum


Bei einem Misstrauensvotum entzieht das Parlament der Regierung das Vertrauen. Dieses Votum (lat. "Gutachten") wird durch einen Mehrheitsentscheid der Abgeordneten im Parlament gültig. Mit diesem Votum wir das Misstrauen des Parlaments in die Regierung/Reichskanzler ausgesprochen und der Betroffene/die Betroffenen müssen zurücktreten. Misstrauensvoten gibt es nur in parlamentarischen Regierungsystemen.


konstruktives Misstrauensvotum


Im gleichen Abstimmungsvorgang, in dem die Abwahl der Betroffenen stattfindet, findet auch die Neuwahl eines Nachfolgers statt. So steht das Land nie ohne Regierung da.


destruktives Misstrauensvotum


Hier ist das Gegenteil vom konstruktiven Misstrauensvotum vorzufinden: es liegt ein gewisser Zeitraum zwischen der Abwahl der Betroffenen und der Neuwahl von Nachfolgern.
So konnte es auch passieren,dass Deutschland für kurze Zeit keine Regierung hatte.


Laut Art. 54 der Weimarer Verfassung (WRV) kann der Reichstag den Rücktritt der Regierung durch ein Misstrauensvotum erzwingen, d.h. jedes Mitglied der Reichsregierung musste zurücktreten, wenn ihm der Reichstag sein Vertrauen entzog.

Artikel 54:
"Der Reichskanzler und die Reichsminister bedürfen zu ihrer Amtsführung des Vertrauens des Reichstags. Jeder von ihnen muß zurücktreten, wenn ihm der Reichstag durch ausdrücklichen Beschluß sein Vertrauen entzieht."
http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/verfassung/index.html

Textquellen:
http://www.hanisauland.de/lexikon/m/misstrauensvotum.html