Räterepublik


Die Räterepublik spielte eine entscheidende Rolle im Fall des Scheiterns der Weimarer Republik. Nach dem 1.Weltkrieg war die Verzweiflung groß, den alten Machtinhabern die Macht zu nehmen. Deswegen entstanden Räte, die sich aber durch Wahlen gegen ein Rätesystem entschieden und so nach der parlamentarischen Demokratie Hitler aufsteigen konnte.

Eine Räterepublik ist ein politisches System, bei dem die Bürger in verschiedenen Basiseinheiten von Wählern, z.B.: Arbeiter eines Betriebs, die Bewohner eines Bezirkes... sogenannte Räte wählen. Diese wiederum üben die Herrschaft aus, sind somit gleichzeitig Gesetzgeber, verantwortlich für die Regierung und für das Gericht zuständig, also gibt es keine Gewaltenteilung. Die Räte können jederzeit von ihrem Posten abgerufen werden.Rätesysteme sind der Versuch, direkt eine Demokratie aufzustellen.Es gibt keine unterschiedlichen Parteien, somit müssen sich die Räte ganz an ihren Willen halten.
Ein erstes Rätesystem gab es 1905 während der russischen Revolution. Damals bildeten sich Selbstverwaltungsorgane, die nach 1917 das Grundgerüst der Sowjetunion bildeten.
In Deutschland bildeten sich 1918 nach dem 1.Weltkrieg so genannte Arbeiter- und Soldatenräte. Deren Anzahl stieg nach dem Spartakusaufstand 1919 unter der Führung der KPD noch weiter an. Im Dezember 1918 beschlossen die Räte aus ganz Deutschland die Wahlen zu einer Nationalversammlung und trafen damit die Wahl für eine parlamentarische Demokratie und gegen ein Rätesystem.










Quellen: