In diesem Artikel kann man sehen, wie die Regierung und ihre Struktur zum Scheitern der Weimarer Republik beigetragen haben:

Die Regierungsstruktur


Dies ist der Text, den wir von Herrn Anton bekommen haben:
"Innerhalb des Staates herrschte eine problematische Machtbalance zwischen Präsident, Reichsregierung und Parlament. Durch ein destruktives Misstrauensvotum konnte die Regierung ohne Benennung eines Nachfolgers durch ein Parlament abgewählt werden. Das reine Verhältniswahlrecht erschwerte zudem eine parlamentarische Mehrheitsbildung, die eine stabile Regierung bilden konnte. Nach 1925 machte die Notverordnungspolitik Hindenburgs es möglich, dass eine Intrigen- und Geheimpolitik im Umfeld des Reichspräsidenten stattfinden konnte, ohne dass das Parlament mitregieren konnte. Ein Verfassungsgericht, das über der Regierung und dem Präsidenten stand, fehlte."

An diesem Text kann man sehen, dass die Regierung in der Weimarer Republik nicht sehr stabil war und auch nicht dauerhaft so weiterfunktionieren konnte, ohne das es zu einer Katastrophe kommen würde. Der Reichspräsident hatte in diesem System einfach zu viel Macht und sobald er irgendetwas veränderte, dass zwar zu seinem Vorteil war, aber nicht gänzlich zum Gunsten der Weimarer Republik, konnte das ganze System zusammenbrechen. Der Reichspräsident musste es noch nicht einmal böse meinen. Allerdings musste es so laufen, wie er es bestimmte.
Denn das Parlament, das Vieles hätte verhindern können, weil es ja auch teilweise andere Interessen als der Reichspräsident vertrat, war durch die Notverordnungspolitik Hindenburgs nicht in der Lage war etwas zu unternehmen.
Das bedeutete also: Machte Hindenburg einen Fehler, so gab es keine Gegenmacht zu ihm, die seine Fehler hätte verhindern können und alles was unternommen wurde, wurde so unternommen, dass es für Hindenburg als das Beste wirkte.
Es wirkte allerdings alles nur aus einem einzigen Blickwinkel, nämlich dem Hindenburgs, als das Beste und dieser Blickwinkel hat manche Probleme einfach nicht zu Vorschein gebracht und sie damit nicht beachtet. So hat er Fehler gemacht, die verhindert hätten werden können, wenn die Lage aus mehreren Blickwinkeln betrachtet worden wäre. Mehr Blickwinkel hätten nämlich auch mehr Probleme aufgezeigt.
Die Notverordnungspolitik mag für Hindenburg als eine tolle Sache gewirkt haben, aber letztendlich war es nicht so genial, die Demokratie auszuschalten, denn als Hindenburg starb, kam jemand an die Macht der nicht unbedingt alle schützen wollte sondern nur bestimmten wollte.
Hindenburg hatte mit seiner Politik bewirkt, dass sein Nachfolger es einfach hatte, die Macht auf sich zu vereinen und er konnte machen was er wollte. Das Problem dabei war: dieser Nachfolger wollte nicht, dass die demokratische Weimarer Republik so blieb, wie sie war, er wollte sie verändern und das führte schließlich zu einer großen Katastrophe.


Begriffe, die wir klären wollen:

  1. Misstrauensvotum
  2. Verhältniswahlrecht
  3. Notverordnungspolitik
  4. Paul von Hindenburg
  5. Präsidialregierung/-kabinett
  6. Intrigen- und Geheimpolitik
  7. Verfassungsgericht

Welche Fragen werden an das Thema gestellt?




Welche Materialien oder Medien brauchen wir? Was sind unsere Quellen?

  • Internet
  • Lexika
  • Karikaturen
  • Ausschnitte aus der deutschen Verfassung
  • Reden
  • Ggf. Zeitzeugen
  • Ggf. Filme

Aufgaben:

  1. Beschreibe das Bild. (-> Material Regierungsstruktur)
  2. Interpretiere es anschließend. (-> Material Regierungsstruktur)

Textquellen:
Einstiegstext von Herrn Anton
Text auf Basis der verlinkten Seiten von den Gruppenmitgliedern