Dieser Artikel ist die Beantwortung einer Frage auf der Seite Regierungsstruktur. Die Frage lautet:
"Wie konnte es überhaupt zu einer solch kritischen, politischen Lage kommen?"

kritische, politische Lage in der Weimarer Republik


Wie schon oben in unserer Frage genannt wurde, herrschte damals eine kritische, politische Lage innerhalb der Weimarer Republik.
Die Machtbalance war sehr problematisch. Der Präsident, die Reichsregierung und das Parlament hatten Probleme zusammen zu arbeiten da jeder vermutlicher "mächtiger" sein wollte als der jeweils andere. Deshalb hatte das Parlament der Regierung auch durch ein Misstrauensvotum das Vertrauen entzogen und so musste die Regierung zurücktreten.
Dadurch dass die Stimmen auf mehrere Parteien verteilt worden war, (entsprechend dem Verhältnis der abgegebenen Stimmen → siehe Verhältniswahlrecht) wurde eine parlamentarische Mehrheitsbildung schwierig. So war das Parlament sich oft uneinig was zu tun war, und es wollte fast nie die Mehrheit der Abgeordneten im Parlament das selbe.
Der Reichspräsident, zu dieser Zeit Paul von Hindenburg, konnte Gesetze durch die Notverordnungen außer Kraft setzen und er konnte Maßnahmen mit Hilfe der bewaffneten Macht (Armee) ergreifen. So saß er "am längeren Ende des Hebels" und hatte sehr viel Macht. So war es für ihn möglich, vieles nach seinen Vorstellungen zu verändern und zu formen, ohne das jemand etwas dagegen tun konnte. Durch die Notverordnungen konnte der Reichspräsident dem Parlament ebenfalls die Macht entziehen und so konnte es nicht mehr mitregieren.
Durch die Intrigenpolitik wurden die verschiedenen Parteien gegeneinander aufbracht, die Geheimpolitik verhinderte das etwas an die Öffentlichkeit kam.
Da es kein Verfassungsgericht gab konnte auch nicht geprüft werden, ob die Gesetze eingehalten wurden.


Textquellen:

Seiten der Gruppe Regierungsstruktur